| - | OU "Terminal Server", darin enthalten der Computer |
| - verlinktes GPObjekt "TerminalServer Einschränkungen", darin enthalten konfigurierte Einstellungen im Bereich Computer~ und Benutzerkonfiguration | |
| - | OU "Meine Benutzer", darin enthalten alle Benutzerkonten |
| - verlinktes GPObjekt "Meine Std. Firmenvorgaben", nur Einstellungen im Bereich Benuntzerkonfiguration |
In dieser Situation würde sich folgender Ablauf ergeben:
| 1. | Der Computer aus der OU "Terminal Server" liest den Anteil Computerkonfiguration der Richtlinie "TerminalServer Einschränkungen" |
| Der Computer kann als Objekt keine Benutzereinstellungen übernehmen. | |
| 2. | Der Benutzer aus der OU "Meine Firma" liest den Anteil Benutzerkonfiguration der Richtlinie "Meine Std. Firmenvorgaben" |
| Der Benutzer kann als Objekt keine Computereinstellungen übernehmen. |
Jetzt aktiviert man den
Loopbackverarbeitungsmodus auf einer
beliebigen Richtlinie, die auf den Computer wirkt.
Sie kann als eigene Richtlinie integriert werden und gilt dann für alle
Richtlinien, die das Computerobjekt übernimmt.
Wir erweitern das Beispiel um eine weitere Richtlinie:
"Loopbackverarbeitungsmodus aktiviert"
Konfiguration, Pfad für Einstellungen:
Computerkonfiguration \ Administrative Vorlagen \
System \ Gruppenrichtlinien
Loopbackverarbeitungsmodus für Benutzergruppenrichtlinie = aktiviert
| - | OU "Terminal Server", darin enthalten der Computer |
| - verlinktes GPObjekt "Loopbackverarbeitungsmodus aktiviert", darin nur die oben aktivierte Richtlinie | |
| - verlinktes GPObjekt "TerminalServer Einschränkungen" | |
| - | OU "Meine Benutzer", darin enthalten alle Benutzerkonten |
| - verlinktes GPObjekt "Meine Std. Firmenvorgaben" |
Ab diesem Zeitpunkt ändert sich der Ablauf und die Übernahme:
| 1. | Der Computer aus der OU "Terminal Server" liest den Anteil Computerkonfiguration der Richtlinie "Loopbackverarbeitungsmodus aktiviert" |
| 2. | Der Computer aus der OU "Terminal Server" liest den Anteil Computerkonfiguration der Richtlinie "TerminalServer Einschränkungen" |
| 3. | Der Benutzer aus der OU "Meine Firma" liest den Anteil Benutzerkonfiguration der Richtlinie "Meine Std. Firmenvorgaben" |
| 4. | Der Benutzer aus der OU "Meine Firma" liest den Anteil Benutzerkonfiguration der Richtlinie "TerminalServer Einschränkungen" |
Durch den "Loop" wird eine Schleife bei der Übernahme erzeugt, die den Process
der Benutzeranmeldung dazu anhält noch einmal die Richtlinien der
Computerobjekte durchzuschauen. Da nur in diesem speziellen Fall das
Benutzerobjekt die Richtlinie des Computers liest und jetzt
"Benutzerkonfigurationen" findet, die es lesen kann, funktioniert der Trick.
In jedem anderen Fall würde kein Benutzer Computerkonfigurationen lesen und kein
Computer Benutzerkonfigurationen. Da jedes Mal das "falsche" Ziel angesprochen
wird.
Durch diese Manipulation können sich natürlich Probleme ergeben, da jetzt mehr
Richtlinien auf das Benutzerobjekt angewendet werden, als vorher.
Dadurch kann es wieder zu "Phänomenen" kommen, daß bestimmte
Richtlinieneinstellungen sich nicht durchsetzen etc.
Der Ablauf der Vererbung muss in diesem Fall noch einmal genau kontrolliert
werden, um Fehler zu finden, in denen sich 2 Einstellungen zB durch den normalen
Überschreibungsvorgang der zuletzt angewendeten Richtlinie überstimmen oder ins
Gegenteil gesetzt werden.
Der Loopbackverarbeitungsmodus kennt 2 Konfigurationseinstellungen:
Zusammenführen (Merge) und
Ersetzen (Replace)
Im ersten Fall werden alle vorhandenen Benutzerrichtlinien des Benutzerobjekts
mit denen des Computerobjekts zusammengeführt, wobei die Einstellungen aus der
Benutzerkonfiguration der Computerrichtlinie, die Einstellungen des
Benutzerobjekts überschreiben können, wenn sie sich widersprechen.
Im Replace Modus, werden alle Benutzereinstellungen des Benutzerobjekts
ignoriert und verworfen und es kommen nur die Einstellungen der
Benutzerkonfiguration des Computerobjekts zum Einsatz.
Ich persönlich bevorzuge den "Ersetzen" Modus, da ich im Falle eines Falles nur
eine Stelle (die Einstellungen des Computers) kontrollieren muss um a) genau zu
wissen, was beim Benutzer ankommt und b) die Fehlersuche zu reduzieren und damit
c) den Ablauf insgesamt vereinfache.
Der Nachteil ist, daß ich u.U einige Einstellungen erneut definieren muss, die
schon beim Benutzer konfiguriert sind, da sie ja in diesem Fall verworfen
werden. Aber diese Problem ist seit der GPMC relativ leicht zu umgehen, da ich
die vorhandenen Richtlinien die ich übernehmen möchte leicht kopieren kann und
dann nur noch mit der Computer OU verlinken muss.
(c) 2003 - heute, Mark Heitbrink,
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