Laufwerke im Explorer ausblenden und den Zugriff darauf verhindern.
Zuständig für die Möglichkeit sind 2 vorhandene Richtlinien, die aus der
system.adm kommen.
Benutzerkonfiguration\Administrative
Vorlagen\Windows-Komponenten\Windows Explorer
"Diese angegebenen Datenträger im Fenster "Arbeitsplatz" ausblenden"
"Zugriff auf Laufwerke vom Arbeitsplatz nicht zulassen"
Das Problem daran ist, dass sie nur eine bestimmte vorgegebene Kombination der
Laufwerke erlauben, die in den meisten Fällen im eigenen Netzwerk so nicht
funktionieren. Man muss also die system.adm selber editieren, um eine für die
eigene Umgebung angepasste Richtlinie zu erhalten.
Angesehen von der Syntax haben wir 2 erhebliche Probleme mit der Erweiterung der
Vorlage.
| 1.) | verwende ich ein eigenes ADM, in dem nur diese beiden Einstellungen gesetzt sind, dann muss ich darauf achten, dass ich im Bereich der Administrativen Vorlagen dieser spezielle Gruppenrichtlinien, nicht zusätzlich die SYSTEM.ADM geladen habe. Warum? Bei doppelt vorhandenen VALUENAMES in einer GPO und damit doppelt vorhandenen Registry Einträgen in einer Richtlinie, wird eine Einstellungen auf "Nicht Konfiguriert" zurückgesetzt, da das System nicht entscheiden kann, welche der Optionen gesetzt werden sollen. Denn der eine Eintrag wurde von uns editiert, der andere ist "Nicht konfiguriert". Da die Reihenfolge der Richtlinie Einstellungen innerhalb einer Gruppenrichtlinien nicht manipuliert werden kann, wird der Wert eben als Schutz vor Fehlern ignoriert und auf beiden Einstellungen zurückgesetzt. |
| 2.) | verwende ich die system.adm, dann habe
ich das Problem der automatischen Aktualisierung der Templates beim
Zugriff auf eine vorhandene Gruppenrichtlinie mit einem Client, der über
aktuellere ADM Templates verfügt, bzw überschreibt und ersetzt jedes
Service Pack die lokalen Templates im %systemroot%\inf Ordner. Gegen das erste Problem hilft eine Richtlinie: Computerkonfiguration\Administrative Vorlagen\System\Gruppenrichtlinien Immer lokale ADM-Dateien für den Gruppenrichtlinien-Editor verwenden Für den 2ten Fall muss ich dafür Sorge tragen, die system.adm als Kopie in einem anderen Pfad zu sichern, oder die Manipulierten Einträge auch in die neuen Templates zu integrieren. Vorstellbar wäre auch eine MSI Paket, dass an alle Rechner mit administrativen Aufgaben (installiertes adminpack oder GPMC) die "richtige" system.adm kopiert. |
Schauen wir uns zuerst die Einträge in der Registry an und klären wir die
Syntax, wie eine Kombination von Laufwerken addiert wird.
Relevanter Pfad in der Registry:
HKCU\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies\Explorer,
bzw. HKCU\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer
wenn es eine Tattoende Systemrichtlinie ist (NT4 Domäne oder auch möglich in
einer Standalone Umgebung).
Relevanter Eintrag:
"nodrives" für "Diese
angegebenen Datenträger im Arbeitsplatz ausblenden" und
"noviewondrive" für
"Zugriff auf Laufwerke vom Arbeitsplatz nicht zulassen" beides sind
Reg_DWords.
Die Werte für die Laufwerke die betroffen sein sollen, folgen einer einfachen
Addition, die wie im oberen Teil erwähnt einem 26Bit Wert entsprechen.
26Bit? Eine außergewöhnliche Zahl im Zusammenhang mit EDV. 8, 16, 24 und alles
was sich durch 8 teilen lässt klingt eher nach Bit und Bytes aber in diesem Fall
ist nun mal die Summe aller Laufwerksbuchstaben entscheidend ... :-)
Werte der einzelnen Laufwerks Buchstaben:
|
A: 1 B: 2 C: 4 D: 8 E: 16 F: 32 G: 64 H: 128 |
I: 256 J: 512 K: 1024 L: 2048 M: 4096 N: 8192 O: 16384 P: 32768 |
Q: 65536 R: 131072 S: 262144 T: 524288 U: 1048576 V: 2097152 W: 4194304 X: 8388608 |
Y:
16777216 Z: 33554432 Alle: 67108863 |
Die Kombination der
Laufwerke A:, C:, F:, G: und M: ergeben 4.198 als dezimnaler Wert
eines der beiden REG_DWORDS.
4.198 = 1 (A) + 4 (C) + 32 (F) + 64 (G) + 4096 (M)
Alle Laufwerke ausblenden, außer dem Basisverzeichnis (Homelaufwerk)
z.B.: H: gerade bei TerminalServer häufig
verwendet.
67.108.735 = 67.108.863 (Alle) - 128 (H)
Bearbeitung der system.adm
Der schwierigere Teil ist die Anpassung der system.adm. Ich kann an dieser
Stelle 2 Varianten wählen, entweder arbeite ich mit fixen Einträgen, direkt
unterhalb des PARTS oder ich verwende, um bei der gleichen Programmierung zu
bleiben, eine Variable, die ich aber dann noch in der Section [STRINGS] einfügen
muss.
Ich entscheide mich in meinem Beispiel für die einfachere Variante und verzichte
auf die [STRINGS].
Beispielhaft Manipulation des NoDrives
Eintrags. Gleiche Syntax und Anpassung für
NoViewOnDrive.
----- Auschnitt aus der System.adm
-----
POLICY !!NoDrives
#if version >= 4
SUPPORTED !!SUPPORTED_Win2k
#endif
EXPLAIN !!NoDrives_Help
PART !!NoDrivesDropdown DROPDOWNLIST NOSORT REQUIRED
VALUENAME "NoDrives"
ITEMLIST
NAME !!ABOnly
VALUE NUMERIC 3
NAME !!COnly
VALUE NUMERIC 4
NAME !!DOnly
VALUE NUMERIC 8
NAME !!ABConly
VALUE NUMERIC 7
NAME !!ABCDOnly
VALUE NUMERIC 15
NAME "A, C, F, G und M ausblenden" VALUE NUMERIC 4198
NAME "Alle Laufwerke ausser H:" VALUE NUMERIC 67108735
NAME !!ALLDrives
VALUE NUMERIC 67108863 DEFAULT
; low 26 bits
on (1 bit per drive)
NAME !!RestNoDrives
VALUE NUMERIC 0
END ITEMLIST
END PART
END POLICY
----- Auschnitt aus der System.adm -----
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