Remoteunterstützung - Remote Assistance Netzwerkweit anbieten



a) Die Konfiguration der GPO für Remoteunterstützung
b) Wie kann der Benutzer eine Einladung versenden oder wie kann die Remoteunterstützung angeboten werden?
c) Remoteunterstützung selber anbieten ohne vorherige Einladung
d) Einrichtung der Remoteunterstützung in Kombination mit der integrierten Firewall.


Update: Einrichtung unter Vista mit der neuen Firewall *hier klicken*

Wenn die Remoteunterstützung aktiviert ist, kann der Administrator oder ein als "Helfer" definierter Benutzer, bzw. Sicherheitsgruppe, einen Computer im Netzwerk fernsteuern und im Gegensatz zum Remotedesktop die aktuelle Sitzung und damit die geöffenten Programmen des Benutzers einsehen. Die Steuerung dieser Sitzung kann ebenfalls übernommen werden. Das Administrator hat damit die Möglichkeit effektive Hilfe im eigenen Netzwerk anzubieten und zu realisieren.
Aus Sicht des Betriebsrates ist diese Form der Steuerung absolut in Ordnung, da der Benutzer bei jedem Zugriff zuerst seine Zustimmung geben muss. Sowohl um dem Helfer Einsicht zu gewähren und dann ein 2tes Mal, wenn der Helfer die Sitzung steueren soll, sodass die Tastatur und Maus vom Admin übernommen werden kann.

Nach Konfiguration der Gruppenrichtlinie, hat der Benutzer 2 Möglichkeiten zur Auswahl. Er kann dem Administrator eine Einladung für eine Unterstützung per Mail senden oder der eingetragenen Helfer kann die RA (Remote Assistance) von sich aus anbieten. Ein kleines Sicherheitsloch in dieser Konfiguration ist, daß eine per Mail versendete Einladung an jeden gerichtet werden kann und die Verbindung käme zustande. Die Konfiguration der "Helfer" ist an dieser Stelle aussen vor. Der Einzige Unterschied ist, daß nur eingetragenen Helfer die Verbindung von sich aus initiieren können. Was auf der einen Seite als Sicherheitsproblem darstellt hat den großen Vorteil, daß ich als Dienstleister von extern die Möglichkeit habe die Unterstützung wahrzunehmen, um einem Kunden zu  helfen.


Die Konfiguration der GPO ist relativ simpel:

Bild:

Als Default Wert sind die Administratoren schon vordefiniert, diese Liste der Helfer habe ich nur beispielhalber um eine eigene Sicherheitsgruppe und einen speziellen Benutzer erweitert. Die Frage, ob eine Einladug mehr oder weniger als eine Stunde gültig ist kann nur über die Reaktionszeit eines Helfers definiert werden. Das kann vertraglich mit einem externen Dienstleister geregelt worden sein, oder es existieren hausinterne Regelungen.



Wie kann der Benutzer eine Einladung versenden oder wie kann die Remoteunterstützung angeboten werden?

Die Funktion die Remoteunterstützung anzubieten ist leider im Hilfe und Support Center gut versteckt. Die Einladung ist direkt in der internen Hilfe einer XP Workstation oder eines 2003 Servers verlinkt.
 

1. Remoteunterstützung per Email Einladung anfordern
 
 
2.
 
3. Die Einladung kann über 3 Wege übermittelt werden:
- Per Windows Messenger, wenn ein Passport Konto existiert
- per Mail, das StandardMail Programm wird aufgerufen
- als Datei, dann wird das Attachment, da in der Mail wäre als einzelne Datei gespeichert.
 
 
4. Die Dauer der Gültigkeit der Einladung muss definiert werden und ein Kennwort wird noch einmal nur für die Einladung vergeben. Wie in dem Screenshot dokumentiert, ist wohl klar, daß dieses Kennwort weder in der Mail mitgeteilt wird, noch daß es das eigene Anmeldekennwort ist. Das Kennwort sollte am Telefon übermittelt werden.
 
 
5. Die Mail wird direkt erstelle und kann versendet werden. Die oben genannten Hinweise sind noch einmal explizit enthalten
 
 
6. Man kann sich noch eine aktuelle Übersicht aller Einladungen geben lassen und diese eventuell schon vor dem Ablauf der Frist zurückziehen
 

   

Schauen wir uns mal den Inhalt des Attachments an, denn dieser ist in einer einfachen Textdatei verpackt, die nur aufgrund ihrer Datei-Endung .MsRcIncident automatisch mit dem Hilfe und Support Center geöffnet wird.

<?xml version="1.0" encoding="Unicode" ?><UPLOADINFO TYPE="Escalated"><UPLOADDATA RCTICKET="65538,1,192.168.200.108:3389;rechnername.domain.tld:3389,*,QOYAEJKKDTZe2KQcpGYPoYjGJM0gIWtO/KFUafrCiwM=,*,*,iBBQkyonMGnhU5xtMsxHkf1zHxU=" RCTICKETENCRYPTED="1" DtStart="1119612103" DtLength="60" PassStub="QOYAEJKKDTZe2KQcpGYPoYjGJM0gIWtO/KFUafrCiwM=" L="0" /></UPLOADINFO>

Dieser kann natürlich editiert werden, denn es ist nur darin dokumentiert, welcher Rechner (IP und DNS Name ist dokumentiert) als Ziel für die Einladung hinterlegt ist. Dieser kann z.B. auf die externe IP eines Firmenzugangs umgelegt werden, wenn man von einem externen Rechner aus zugreifen muss. Nachteil: Der Router/Firewall muss UPnP unterstützen, damit er die Anfrage nach innen zulässt und der RDP Port 3389 muss zugänglich sein. Zur Zeit wird von Microsoft als einzige remoteunstützungstaugliche UPnP Lösung das eigene ICS (Internet Connection Sharing) dokumentiert. Diese kommt aber i.d.R. nur in Heimnetzen zum Einsatz. Wenn ich als Externer also das Ticket verwenden möchte, so muss ich für einen lokalen Zugriff auf das Netzwerk sorgen. Am einfachsten per VPN, danach ist die interne IP direkt zu verwenden, da der Zugriff über das VPN in den privaten IP Nummern Kreis möglich ist.




Remoteunterstützung selber anbieten ohne vorherige Einladung


Vorraussetzung ist, daß der von Microsoft als "Helfer" titulierte Benutzer über die Gruppenrichtlinien oder über die lokale Sicherheitsrichtlinie als solcher eingetragen ist. Ist er auf dem Zielrechner nicht als solcher definiert, dann erhält man ein Zugriff verweigert. Das Problem ist nur, wie oben erwähnt, daß der Link/Aufruf des aktiven Unterstützungsangebots gut versteckt ist. Entweder bemüht man die interne Hilfe mit einer Suchanfrage, oder man verwendet folgenden Link:

hcp://CN=Microsoft%20Corporation,L=Redmond,S=Washington,C=US/Remote%20Assistance/Escalation/Unsolicited/Unsolicitedrcui.htm

1.
 
2. Nach dem Verbindungsaufbau wird die aktuelle Sitzung des Zielsystems angezeigt. Erst jetzt kann der Verbindungsaufbau gestartet werden
 
 
3. Während der Helfer auf die Verbindung wartet, erscheint bei User ein Informationsfenster, ob er der Verbindung zustimmen möchte.
 
 
 
 
4. Danach öffnet sich der Bildschirm mit einer Steuerungsleiste. Zu diesem Zeitpunkt kann der Administratoren nur zuschauen, um die Kontrolle zu übernehmen muss er es explizit wieder angeben und auch dann wird der Benutzer erst um Zustimmung gefragt. Ebenfalls in dem Hilfesystem ist ein Chat verfügbar, oder wenn vorhanden auch der Austausch per Microfon und Lautsprecher möglich, sodass auch gerade bei einem externen Zugriff weitere Telefonkosten gespart werden können.
 




Einrichtung der Remoteunterstützung in Kombination mit XP Service Pack 2 oder Windows Server 2003 Service Pack1 und der integrierten Firewall.

Wer in seinem Netzwerk nicht mit einer deaktivierten Windows Firewall arbeitet, muss für die Remoteunterstützung diese im "Domänenprofil" noch entsprechend anpassen.

Deaktivierung der integrierten Firewall im eigenen Netzwerk:

Computerkonfiguration \ Administrative Vorlagen \ Netzwerk \ Netzwerkverbindungen
"Verwendung des Internetverbindungsfirewalls im eigenen DNS-Domänennetzwerk nicht zulassen" = Aktiviert



Konfiguration bei aktivierter Firewall:

1. Beispeil: Zugriff auf RA von jedem PC auf, auch von extern (vorrausgesetzt die davor liegende Firewall lässt es zu ...)
 
 
2. Beispiel: Zugriff auf RA nur für Rechner des internen Netzwerkes. Der "*" wird durch die Variable "localsubnet" ersetzt.
 
3. Beispiel: Zugriff auf RA nur von einem bestimmten PC und einem bestimmten IP Nummerkreis aus
 





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