WSUS 3.0 - Windows Software Update Service

Verfasser: Winfried Sonntag

... mit 65 Bildern ... das Laden des HowTos kann etwas dauern :-)


Mit dem WSUS 3.0 haben sich die Systemvoraussetzungen erstmals drastisch geändert. Windows 2000 als WSUS-Plattform wird nicht mehr unterstützt.
Vor der WSUS-Installation müssen IIS 6.0, das .NetFramework 2.0, die MMC 3.0 und der Report Viewer 2005 incl. SP1 installiert sein.

Downloadlinks:
.NetFramework 2.0: http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=68935
MMC 3.0 für W2K3: http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=70412
Report Viewer: http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=70410
WSUS 3.0: http://www.microsoft.com/wsus

Unbedingt vorher die Release Notes lesen: http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=71220

Von einem WSUS 2.0 mit oder ohne SP1 und/oder vom WSUS 3.0 Release Candidate kann auf die RTM-Version upgedatet werden.
Achtung! Ein Update von SUS 1.0 ist nicht möglich. Der SUS muss vor der WSUS-Installation deinstalliert werden.

WSUS Product Team Blog: http://blogs.technet.com/wsus/rss.xml

Möchte man einen Remote-SQL-Server nutzen, wird beim WSUS 3.0 auch nur noch der SQL-Server 2005 incl. SP1 oder höher supported. Ohne Remote-SQL Server kommt der WSUS 3.0 mit der Windows Internal Database im Setup auf den Server. Hinter dem Namen verbirgt sich die SQL 2005 Express Version incl. SP2.

Die wohl gravierendste Änderung ist die Administration.
Ab sofort gibt’s kein Webinterface mehr, sondern eine eigene MMC, die selbstverständlich auch auf einem administrativen XPSP2-Client installiert werden kann. Dann dürfen aber auch der ReportViewer 2005 incl. SP1, und das .Net Framework 2.0 nicht fehlen.





Auf dem Server gab‘s bisher nur die lokale Gruppe der WSUS-Administratoren, ab sofort gibt‘s auch die WSUS-Reporter. Die Mitglieder dieser Gruppe dürfen innerhalb der WSUS-MSC nur lesen. Nun ist auch dieser Wunsch vieler Administratoren erfolgreich umgesetzt worden.

Der WSUS 3.0 bringt noch einen neuen Windows Update Agent mit. Der kann natürlich auch manuell heruntergeladen und installiert werden: http://download.windowsupdate.com/v7/windowsupdate/redist/standalone/WindowsUpdateAgent30-x86.exe  Beim ersten Kontakt eines Client/Server zum WSUS 3.0 bekommt dieser gleich den neuen Agent. Dieser bietet auch eine neue zusätzliche Option auf der Comandline: wuauclt /reportnow. Mit diesem Parameter erstellt der WU-Agent sofort einen Statusbericht beim eingetragenen WSUS. Außerdem beseitigt der neue Update Agent auch den in http://support.microsoft.com/kb/927891  genannten Fehler mit der 100 %igen Prozessorauslastung, wenn der Dienst Automatische Updates läuft.

Die Systemvoraussetzungen für den Client haben sich nicht geändert. Siehe WSUS 2.0 HowTo. Nun aber los, ihr wollt Bilder sehen. ;)



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Da ist sie, die WSUS.MSC. Im Vergleich zum Webinterface des WSUS 2.0 muss man sich hier erstmal langsam zurechtfinden. Bei einem Upgrade auf den WSUS 3.0 werden sämtliche Einstellungen vom vorherigen System übernommen.

Um in der Mitte etwas mehr Platz zu haben, das warum sieht man später, blende ich erstmal die Aktionen rechts aus:


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Die Startseite des jeweiligen Servers ist schon sehr informativ und sehr umfangreich. Der Aufgabenteil kann individuell konfiguriert werden. Dazu später mehr.


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Ein weiterer gravierender Unterschied vom WSUS 2.0 zum WSUS 3.0 ist bei der Ermittlung der Updates zu finden. Der Default ist jetzt das Ermitteln. Beim Vorgänger konnte man das noch selbst definieren für einzelne Updates, jetzt wird für jedes Update gleich ermittelt. Da ist MS etwas übers Ziel hinausgeschossen. Schön wäre es gewesen, das evtl. auf einzelne Gruppen beschränken zu können.


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Und weiter mit den Neuerungen. In der MMC gibt’s natürlich viel mehr Anzeige- und Filtermöglichkeiten. Hier muss jeder für sich selbst entscheiden. Um weitere Spalten eingeblendet zu bekommen, einfach mit rechts auf das Pane klicken und auswählen. Auch kann die Einstellung für alle Ansichten übernommen werden. Achtung! Wenn die WSUS.MSC auf dem Server konfiguriert wird, muss man die MSC auf dem Client wieder separat konfigurieren.


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Ein Rechtsklick auf „Updates“ fördert neben der Optionen „Suchen...“ + „Neue Updateansicht“ die Möglichkeit zu Tage, Updates direkt aus Microsoft Update zu importieren. Diese Funktion befindet sich noch im Beta-Stadium. Also noch nicht allzuviel davon erwarten. Der Weg ist aber sehr deutlich erkennbar.


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Die Updates sind auch weiter unterteilt worden. Wie man im nächsten Bild sieht, sind die Kategorien nach den Produkten + Klassifizierungen unterteilt. Je mehr man in den Optionen ausgewählt hat, desto mehr Ansichten gibt es. Auch in Sachen Anzahl der Produkte hat sich etwas getan, es wurden wiederum mehr.


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Sehr viel hat sich natürlich auch bei den Computergruppen und dem dazugehörenden Reporting getan. Die beste Neuerung ist aber, dass ab sofort Untergruppen erstellt werden können, und somit ein WSUS-Client Mitglied in mehreren Gruppen sein kann. Rechtsklick auf einen Client > Mitgliedschaft ändern wählen, und schon sieht man auf einen Blick in welchen Gruppen der Client/Server bereits Mitglied ist, bzw. auch welche Gruppen auf dem WSUS existieren und wie die Gruppenhierarchie aufgebaut ist. Schön ist auch, dass man gleich sieht, welche Version vom WindowsUpdate-Agent installiert ist.


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Auch hier gibt es wieder die Möglichkeit mit einem Rechtsklick auf das Pane, die Ansicht für die eigenen Bedürfnisse anzupassen.


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Downstreamserver kann man sich auch in der WSUS.MSC anzeigen lassen.


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In der Ansicht Synchronisierungen sieht man die letzten > 100 Synchronisierungen. Ich hab noch keinen Weg gefunden, die Anzahl hier zu reduzieren. Aber auch diese Ansicht zeigt uns viele Details an, die es in der Vorgängerversion so noch nicht gab.


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In der Ansicht Berichte gibt‘s für die Freunde der Statistik viel zu sehen und zu drucken.


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Die Optionen haben es so richtig in sich. ;) Im Gegensatz zum WSUS 2.0 kann der WSUS 3.0 jederzeit von einem Upstream zu einem Downstreamserver oder umgekehrt gemacht werden. Interessant sind auch die Möglichkeiten der Automatischen Genehmigungen. Hier muß man sich in Ruhe alle Möglichkeiten ansehen und jeder kann für sich selbst entscheiden, ob und welche Regeln er nutzt. Achtung: wird eine Regel mittels [X] Häkchen aktiviert, ist sie noch nicht aktiv. Unbedingt einmal auf „Regel ausführen“ klicken. Die auf der Seite Erweitert bereits aktivierten Genehmigungen (Bild 47) sollte man sich auch unbedingt ansehen.


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Computer > Zuordnungen von Clients/Server in Gruppen auf dem WSUS. Wird hier der 2. Punkt aktiviert, muß natürlich auch in der Policy das Gegenstück eingestellt sein.


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Assistent für WSUS-Serverbereinigung. Jetzt hat der Assistent auch eine GUI bekommen. Möchte man das automatisiert haben, muss auf die bewährten Batch-Dateien und den Taskplaner zurück gegriffen werden.


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Berichterstattunsrollup. Damit können Update-, Computer- und Synchronisierungsinformationen von Replikat Downstreamservern in die Berichte aufgenommen werden, die auf WSUS-Upstreamservern erstellt werden.


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E-Mail Benachrichtigungen. Auch dieses Feature hat den Weg in die MMC gefunden. Auch lassen sich ein paar Sprachen auswählen.


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Personalisierung. Hier kann entschieden werden, wie die Daten von einem Downstreamserver behandelt werden sollen. Entweder auf Down- und Upstreamserver anzeigen oder nur auf dem Upstreamserver anzeigen. Im zweiten Reiter kann endlich die Aufgabenliste angepasst werden, und das ganz ohne manuellem Eingriff in eine HTML-Datei.


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Synchronisierungszeitplan. Endlich ist es möglich mehrmals täglich Synchronisierungen automatisch durchführen zu lassen. Jede Stunde kann ab sofort synchronisiert werden. Die Uhrzeit läßt sich auf die Sekunde genau einstellen.


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Dateien und Sprachen. Eine sehr beliebte Stolperstelle für alle Newbies. Auch hier muss jeder für sich selbst entscheiden, welche Einstellungen für den einzelnen praktikabel sind. Neu ist die hier ausgegraute Einstellung: Dateien von Microsoft Update herunterladen, nicht vom Upstreamserver.

Die Schnellinstallationsdateien sind für Office Installationen interessant, die nicht mit dem WSUS upgedatet wurden. Diesen Tipp konnte ich selbst nicht ausprobieren, ich muss mich also auf die Aussage eines WSUS-Spezialisten verlassen.


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Assistent für Serverkonfiguration. Im Gegensatz zum WSUS 2.0 können wir hier alle Einstellungen, also auch ob der aktuelle WSUS ein Up- oder Downstreamserver sein soll nochmals komplett abarbeiten. Ein einfacher Umzug des WSUS, wie man ihn vom SUS noch kennt, ist mit dem WSUS 3.0 wieder möglich.
Schaut euch diesbezüglich noch einmal die Bilder 11 bis 22 an.


Jetzt wird es aber erstmal Zeit die GPO für den WSUS zu erstellen. Zu empfehlen sind 2 verschiedene Policy Einstellungen, einmal für die Server und einmal für die Clients. Wer XP Clients und/oder W2K3 Server mit der Policy erreichen möchte, sollte die Policy auf einem XP-Client oder auf einem W2K3 Server erstellen. Für die bessere Übersicht sei auch noch auf die GPMC hingewiesen: http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?FamilyID=0a6d4c24-8cbd-4b35-9272-dd3cbfc81887&DisplayLang=de

Wer einmal damit gearbeitet hat, möchte sie nicht mehr missen.

Bei den Policys gibt’s die Computer- und auch die Userrichtlinien.

Schauen wir zuerst einmal die Computerrichtlinien an:

"2 - Vor Download und Installation benachrichtigen"
"3 - Autom. Downloaden, aber vor Installation benachrichtigen"
"4 - Autom. Downloaden und laut Zeitplan installieren"
"5 - Lokalen Administrator ermöglichen, Einstellung auszuwählen"

Die Option 5 hat es immer noch nicht geschafft, eine Beschreibung in Deutsch zu bekommen.

Sollen die Updates per Scheduler installiert werden sollen, funktioniert nur die Option 4 so wie sie soll. Das ist die beste Richtlinie für die Clients, immerhin sollen die Updates so bald wie möglich installiert werden, da meistens nach dem Erscheinen schon die Exploits erscheinen. Insbesonders der IE ist bekannt dafür. Für die Server sollte man wohl eher die Option 3 auswählen, dann kann der Admin gezielt die Updates installieren. Geplanter Installationstag sollte man auch Täglich auswählen, geplante Uhrzeit der Installation muss jeder für sich selbst entscheiden.

Automatische Updates sofort installieren.
Bestimmt, ob Updates, die weder die Windows-Dienste noch Windows neu starten, automatisch installiert werden sollen.
Das muß auch jeder für sich selbst entscheiden ob diese Richtlinie aktiviert wird oder nicht.

Clientseitige Zuordnung.
Bestimmt den Zielgruppennamen, der zum Empfangen von Updates vom Microsoft Updatedienst im Intranet verwendet werden soll.
Hier läßt sich gleich der Gruppenname für den WSUS angeben. Der Name sollte also schon VORHER im WSUS entsprechend angelegt sein. Ebenfalls muß die Option bei der Installation vom WSUS auch mit angegeben werden. Für den WSUS 3.0 können hier natürlich mehrere Gruppennamen angegeben werden, getrennt durch ein Semikolon. Achtung! Leider hab ich schon Gruppennamen beginnend mit http://Gruppe gesehen, das macht Probleme. Darauf sollte man also verzichten.

Updates installieren und herunterfahren:
Diese Richtlinieneinstellung ermöglicht Ihnen festzulegen, ob die Option "Updates installieren und herunterfahren" als Standardoption im Dialogfeld "Windows herunterfahren" sein darf.
Ich bin nicht so begeistert von dieser Richtlinie, es kann jederzeit vorkommen, dass ein User einfach den Rechner abschaltet, trotz großem Hinweis. Besser wäre gewesen: Installieren und neustarten.

Erneut zu einem Neustart für geplante Installation auffordern.
Bestimmt den Zeitraum, bevor erneut zu einem Neustart aufgefordert wird.

Internen Pfad für den Microsoft Updatedienst angeben
Hier muß der gleiche Servername angegeben werden, mit dem auch die WSUSAdmin Seite aufgerufen wird. Selbstverständlich kann auch der FQDN oder die IP-Adresse angegeben werden.

Keinen Automatischen Neustart für geplante Installationen durchführen:
Legt fest, dass der Computer vom angemeldeten Benutzer manuell neu gestartet werden muss, um die Installation der automatischen Updates fertig zu stellen, anstatt dass der Computer automatisch neu gestartet wird.

Wenn der Status auf "Aktiviert" gesetzt ist, wird der Computer nicht automatisch während einer geplanten Installation neu gestartet, falls zurzeit ein Benutzer angemeldet ist. Stattdessen wird der Benutzer aufgefordert, den Computer neu zu starten.
Achtung: Der User wird zwar darauf hingewiesen und auch mittels Messagebox gefragt, ob er den Rechner neustarten möchte oder nicht. Aktiviert ist aber nur Ja, Neustarten. ;-) Man sollte die User wenn möglich darauf hinweisen, oder die Installation auf einen nicht so kritischen Zeitpunkt verlegen. Da haben so manche schon ein bisschen Arbeit verloren, wenn im richtigen Moment die ENTER-Taste gedrückt wurde.

Neustart für geplante Installationen verzögern:
Bestimmt die Wartezeit vor einem geplanten Neustart.
Wenn der Status auf "Aktiviert" gesetzt ist, wird ein Neustart nach Fertigstellen der Installation entsprechend der angegebenen Minutenanzahl durchgeführt.
Wenn der Status deaktiviert oder nicht konfiguriert ist, beträgt die Standardwartezeit fünf Minuten.

Nicht-Adminstratoren gestatten, Updatebenachrichtigungen zu erhalten.
Falls diese Richtlinie aktiviert ist, erhalten an diesem Computer angemeldete Benutzer, auch wenn sie keine Administratoren sind, Updatebenachrichtigungen.
Damit ist das kleine Symbol im Systray gemeint, mal ehrlich, welcher User achtet da schon drauf? Diese Richtlinie sollte man besser deaktiviert lassen.

Suchhäufigkeit für automatische Updates.
Default ist 22 Stunden, braucht auch nicht geändert zu werden. Die Clients kontakten sich beim ersten booten am Tag sowieso zum WSUS und downloaden evtl. Updates dann auch gleich. Je nach eingestelltem Installationszeitpunkt vergeht also nicht mehr viel Zeit bis die Updates installiert sind und die Gefahr gebannt ist. Neu zur Domain aufgenommene Clients sollte man sowieso nicht ungepatcht auf die Menschheit loslassen.

Zeitplan für geplante Installationen neu erstellen.
Bestimmt die Wartezeit nach dem Systemstart, bevor eine zuvor verpasste geplante Installation ausgeführt wird.
Beispiel: Installationszeitpunkt 03.00 Uhr in der Nacht. Client ist aus. Morgens um 08.00 Uhr schaltet der MA den Client ein und geht erstmal Kaffee holen. Wenn die Updates bereits gedownloadet wurden, und der o.g. Zeitplan auf 1 Min. eingestellt ist, werden die Updates nach 1 Min. installiert und wenn keiner angemeldet ist, startet der Client auch neu durch.

Updates installieren und herunterfahren" als Standardoption im Dialogfeld "Windows herunterfahren
Diese Richtlinieneinstellung ermöglicht Ihnen festzulegen, ob die Option "Updates installieren und herunterfahren" als Standardoption im Dialogfeld "Windows herunterfahren" sein darf. Durch Aktivieren dieser Richtlinieneinstellung wird die zuletzt vom Benutzer ausgewählte Herunterfahroption (Ruhezustand, Neu starten usw.) als Standardoption im Dialogfeld "Windows herunterfahren" verwendet, unabhängig ob Option "Updates installieren und herunterfahren" in der Liste "Wie möchten Sie vorgehen?" verfügbar wird. Wenn Sie diese Richtlinieneinstellung deaktivieren oder nicht konfigurieren, wird die Option "Updates installieren und herunterfahren" als Standardoption im Dialogfeld "Windows herunterfahren" gesetzt, falls Updates zum Installieren verfügbar sind, wenn der Benutzer die Option "Herunterfahren" im Startmenü auswählt.


Neue Computer Richtlinien: (funktionieren nur in VISTA!)

Aktivieren des Windows Update-Energieverwaltungsfeatures zum automatischen Einschalten des Systems zur Installation von geplanten Updates
Gibt an, ob das Windows Update-Energieverwaltungsfeature verwendet wird, um das System automatisch aus dem Ruhezustand zu reaktivieren, wenn Updates zur Installation geplant sind.
Das System wird automatisch reaktiviert, wenn Windows Update zur automatischen Installation von Updates konfiguriert ist. Wenn sich das System zum Zeitpunkt der geplanten Installation im Ruhezustand befindet und Updates installiert werden müssen, wird das System mit dem Windows-Energieverwaltungsfeature automatisch reaktiviert, um die Updates zu installieren.
Das System wird auch reaktiviert, und Updates werden installiert, wenn ein Zeitlimit für die Installation erreicht wird.
Das System wird erst reaktiviert, wenn Updates zur Installation vorliegen. Wenn sich das System zum Zeitpunkt der Reaktivierung im Akkubetrieb befindet, werden keine Updates installiert, und das System kehrt nach zwei Minuten in den Ruhezustand zurück.

Signierten Inhalte aus internem Speicherort für Microsoft-Updatedienste zulassen
Gibt an, ob nicht von Microsoft signierte Updates akzeptiert werden sollen, wenn diese von einem internen Speicherort für Microsoft-Updatedienste stammen. Wenn diese Richtlinie aktiviert ist, werden Updates akzeptiert, die von einem internen Speicherort für Microsoft-Updatedienste stammen, wenn diese mit einem Zertifikat signiert sind, das auf dem lokalen im Zertifikatespeicher "Vertrauenswürdige Herausgeber" vorhanden ist. Wenn diese Richtlinie deaktiviert ist, müssen Updates von einem internen Speicherort für Microsoft-Updatedienste von Microsoft signiert sein. Updates von anderen Diensten als dem internen Microsoft-Updatedienst müssen immer von Microsoft signiert sein, unabhängig davon, ob diese Richtlinie aktiviert oder deaktiviert ist.

Empfohlene Updates über "Automatische Updates" aktivieren
Gibt an, ob wichtige und empfohlene Updates automatisch vom Updatedienst Windows Update abgerufen werden. Wenn diese Richtlinie aktiviert ist, werden empfohlene und wichtige Updates vom Updatedienst Windows Update abgerufen. Wenn diese Richtlinie deaktiviert oder nicht konfiguriert ist, werden weiterhin wichtige Updates abgerufen, sofern eine entsprechende Einstellung vorliegt.

Und jetzt noch einige Userbezogenen Richtlinien:

Zugriff auf alle Windows Update Funktionen entfernen.
Damit werden die systemweiten Einträge auf Windows Update entfernt, z.B. im IE ist via das Menü Extras kein Eintrag zu Windows Update mehr vorhanden. Ebenfalls gibt es keine Benachrichtigung, also kein Symbol im Systray, für angemeldete Administratoren. Dies gilt natürlich nur für User, die auch im Verwaltungsbereich der Richtlinie liegen. Obwohl im Explain nicht explizit genannt, kann diese Richtlinie auch unter W2K erfolgreich eingesetzt werden.

Und noch zwei Einstellungen um den Dialog „Updates installieren und herunterfahren“ zu konfigurieren. Hier muß jeder selbst für sich und seine User entscheiden was er möchte.



Updates zum installieren freigeben
Nach dem ersten Synchronisieren ist erst Updates freigeben angesagt. Das ist nochmal ein Stück komfortabler als beim WSUS 2.0. Installiert man zum ersten Mal einen WSUS 3.0 in einem Netzwerk, indem bisher noch kein WSUS im Einsatz war, wartet man am besten ab, bis sich alle Clients beim WSUS gemeldet haben. Dabei hilft uns der neuen Standard vom WSUS 3.0: Ermittlen von Updates. Und noch eine Neuigkeit, es gibt für wuauclt einen neuen Parameter: /reportnow. Und der tut genau das, was man von ihm erwartet. Der Client berichtet innerhalb von 5 Minuten an den WSUS 3.0. So kann man also diesen Aufruf: wuauclt /reportnow zu Beginn schon mal in ein Computerstartupscript integrieren, oder mittels PSEXEC.EXE das Reporting von einem administrativen Client aus forcieren. Spätestens nach 1 oder 2 Tagen kann man dann einen großen Schwung an Updates zum installieren freigeben. Und schon wieder eine kleine Neuerung, da jeder Client ab sofort in mehreren Gruppen Mitglied sein kann, ist es leichter Testgruppen einzurichten und die Updates für die Mitglieder dieser Testgruppen zum installieren freizugeben.


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Rechtsklick auf die markierten Updates > Genehmigen wählen > Gruppe auswählen. Man beachte auch die Möglichkeiten für übergeordnete und/oder für untergeordnete Elemente übernehmen.


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Eine einmal erteilte Genehmigung für untergeordnete Elemente kann also recht schnell und einfach auf die übergeordneten Computer erweitert werden. Das gilt natürlich auch für den umgekehrten Weg.

Sind die Updates zum Installieren freigegeben, beginnt im Hintergrund der Download. Aber vorher können wir noch die Installation für untergeordnete Objekte deaktivieren. Nachdem Klick auf OK werden die Genehmigungen dokumentiert.


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Bild 62

Wechselt man jetzt zurück zur Aufgabenseite, sieht man die bereits angelaufene Synchronisierung.


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Schauen wir uns jetzt den Status des Client an, sieht man recht schnell wieviele Updates ein Client benötigt oder wie der Status zum Zeitpunkt des letzten Statusberichtes war. Fährt man mit der Maus auf das schwarze/gelbe Zeichen ganz links, gibt’s einen netten kleinen Tooltip.


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Fazit
Mit dem WSUS 3.0 hat Microsoft den konsequenten Weg der MMC weiter vorangetrieben. Auch ist das Reporting nochmals verbessert worden, neue Richtlinien für VISTA sind auch gekommen und es können Updates importiert werden. Kurz und gut, langsam aber sicher wird der WSUS erwachsen. ;)

Wichtige und interessante Links zum Thema WSUS:

Startseite WSUS:

http://www.microsoft.com/germany/windowsserver2003/technologien/updateservices/default.mspx

Schrittweise Anleitung für die ersten Schritte mit Microsoft Windows Server Update Services auch White Paper genannt:
http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?FamilyId=C8FA2FD1-72F6-4F19-A1B0-F689DAE14BE6&displaylang=de

Managing Windows Server Update Services:
http://www.microsoft.com/germany/technet/prodtechnol/windowsserver/wsus/default.mspx

Blogs zu WSUS
http://blogs.technet.com/wsus/default.aspx
http://msmvps.com/Athif/ 

WIKI
www.wsuswiki.com/ 

FAQ:
http://www.wsus.de/ 

WinBITS ist eine GUI für den BITS:
http://www.darvin.de/ 

Deutsche Newsgroup für den WSUS:
microsoft.public.de.update_services

WSUS ohne GPO und Domäne
Um einen Client kurzfristig mit Updates zu versorgen war es bisher nötig die entsprechenden Einträge per REG-Datei in die Regsitry zu importieren und um sie anschließend wieder mühsam zu entfernen. Dieses kleine Tool importiert die Einträge, kontrolliert die erforderlichen Dienste, startet sie bei Bedarf und sichert die aktuelle WindowsUpdate.log vorher weg. Sind alle Updates eingespielt, kann ein RunOnce Eintrag erzeugt werden, der alle vorher gemachten Registry Einstellungen nach dem nächsten Neustart wieder rückgängig macht.
Download: Connect2WSUS.exe
Dokumentation: Connect2WSUS.pdf


Anforderungen für die automatischen Updates
Netzwerkverbindung, Funktionierende DNS-Auflösung und der Dienst Automatische Updates muß auf den Clients gestartet sein und auf Startart „Automatisch“ stehen. Der Intelligente Hintergrundübertragungsdienst muß ebenfalls mindestens auf Manuell eingestellt sein. HowTo: Zentrale Vergabe lokaler Berechtigungen

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